Bildraum

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Essenziell ist für die künstlerische Arbeit von Maria Hinze die Parallelität der Arbeitsweisen Malerei und Zeichnung, welche sie, dekonstruiert und fragmentiert, in ein spezifisches Verhältnis zueinander setzt.

Hinzes Arbeit zielt darauf, die Grenzen malerischer und zeichnerischer Strategien auszuloten und zu verschieben, indem sie Fragen nach dem Zusammenhang dieser künstlerischen Artikulationsformen reflektiert. Ihre Kunst basiert auf der Auseinandersetzung mit aktuellen und kunsthistorischen Diskursen, sowie deren facettenreichen Verknüpfungsmöglichkeiten.

In ihren Wandarbeiten gestaltet sie Wände als weitläufig ausufernde Strichzeichnung. Die Motive passen sich während des Schöpfungsprozesses transformierend an die Raumsituation an. Daraus erwächst eine Symbiose von Primärarchitektur und Zeichnung.

Floral-ornamentale und dennoch dekonstruiert-architektonisch anmutende Sujets werden in einen bildlichen, verselbständigten Zustand überführt. Die Wände sind mit rhizomhaften Wucherungen überzogen, die auf Bildebene eine neue Architektur gewinnen. Der Bildraum wird zum realen Raum.

Ulrike Kremeier, 2005

BMW-Niederlassung Leipzig, Alte Messe

Pictorial Space

Paralleling the working procedures of drawing and painting is an essential aspect of Maria Hinze’s work. She deconstructs and fragments, then reconnects them in her very own relation.

Hinze’s work aims at exploring the frontiers of pictorial and graphic strategies, to suspend them through a questioning of the connection between these artistic modes of expression. Her art is based on the exploration of current and canonic discourses and their multiple modes of potential conjunction.

In her murals, she creates walls as extensive line drawings. The subjects transform and adapt themselves to any given space during the creative process. A symbiotic relationship between architecture and drawing emerges.

Floral-ornamental, but at the same time deconstructive-architectural themes are being transported into a pictorial, independent state of being. The walls are covered with rhizomatic growth that create a new architecture on a pictorial level. This pictorial space transforms into actual space.

Ulrike Kremeier, 2005

BMW Office Leipzig, Alte Messe

Übersetzung: Falko McKenna